Schwiegermütterliches Bodyshaming

"Passt Rieke eigentlich die neue Unterwäsche? Sie hat ja einen etwas dicken Po, also nicht richtig dick natürlich, aber wo sie so schlank ist: eigentlich doch ziemlich dick." So die Einschätzung meiner Schwiegermutter zu meiner körperlichen Verfassung am zweiten Weihnachtstag 2018.

Dies könnte eine lustige Anekdote zum Thema "Weihnachten mit den lieben Verwandten" sein, wenn, ja, wenn ich diesen Kommentar augenrollend und fröhlich powackelnd abgetan hätte.

Habe ich aber nicht. Stattdessen bin ich in Tränen ausgebrochen und der erste klare Gedanke, den ich in meinem Kopf wiederfand, lautete ungefähr "Könnte man von diesem offenbar unpassend ausufernden Körperteil nicht etwas abschneiden, damit es nicht mehr zu derartigen Kommentaren einlädt? Und wo man gerade dabei ist: könnte man die beiden rundlichen Einzelteile dann nicht ein Stück weiter oben und auf der anderen Seite wieder anbringen und damit gleich einen anderen (schon länger zurückliegenden) Hinweis meiner Schwiegermutter umgehen: "Also, wenn ich so kleine Brüste hätte wie du, dann würde ich sie mir operieren lassen!"?

Tja, Freunde, still a long way to go! Schickt mir geblümte Hotpants!!

(Nachtrag der Fairness halber: von derartigen Verbalentgleisungen abgesehen, ist meine Schwiegermutter ein überaus reizender Mensch. Und sie hat sich entschuldigt.)